Karate Do

Karate-Do

Mehr als nur die wörtliche Übersetzung, ist und wird Karte-Do immer eine komplexe Bedeutung haben, weil seine Grundlagen denjenigen des "Bushido" gleichen; jedoch versteht jeder Karateka es anders, weil jeder sein eigenes "Do", seinen eigenen Weg hat. Gründe für diese unterschiedlichen Interpretationen sind die Generations-, Mentalitäts- und Gesellschaftlichen Unterschiede.

In der heutigen Gesellschaft wird Karate-Do oft missverstanden und als Sportart wie Fussball, Basketball, Volleyball, etc. betrachtet. Dabei werden oft die Prinzipien und Ziele des Karate-Do ignoriert. Karate-Do ist eine Disziplin, eine Kampfkunst. Nur diejenigen, die den Unterschied zwischen Karate-Do und Karate verstehen, werden die zukünftigen Verantwortlichen für die wahre Interpretation sein, mit diesem Dilemma leben und Gefühle ins Lernen und lehren stecken.

Langjährige Erfahrungen helfen den Unterschied zwischen Karate und Karate-Do zu sehen und zu fühlen.

Im Japanischen bedeutet Karate das körperliche Training mit dem Ziel, an Wettkämpfen teilzunehmen und ist ausschliesslich eine Sportart, die von den wahren Prinzipien des wirklichen Kampfes weit entfernt ist. Diejenigen, die Karate praktizieren, tun dies nur, um Kämpfen zu lernen und schliessen dabei die Wichtigkeit der Form (Kata) und die Perfektion der Techniken (Waza) aus und limitieren so automatisch ihre Qualitäten und Möglichkeiten, ihre körperlichen und geistigen Fähigkeiten zu verbessern (=Do).

Karate-Do "der Weg der leeren Hand" ist den Prinzipien des wirklichen Kampfes (Bushido) näher. In der Vergangenheit war Bushido der Ehrenkodex und der Lebenskodex der Samurai, nicht um den Wert des Lebens zu lehren, sondern die Vorbereitung für das Sterben. Anders als Bushido, lehrt uns Karate Do, dass der wahre Gegner in uns ist und dass der Sieg nur ein Moment der Zufriedenheit ist, indem wir die Müdigkeit und Entbehrungen vergessen. Es lehrt Niederlagen einzugestehen und den Wert des Gegners zu akzeptieren. Karate-Do ist das körperliche Training, das Lernen und Verbessern der Techniken durch beständiges Training. Das körperliche Training führt zu einem athletischen und gesunden Körper, der vor Krankheit und Schmerzen schützt und auch gegen das Altern der Muskelzellen hilft. Das beständige Training der Techniken hilft Körper und Geist zu Harmonie, Selbstkontrolle und suche nach Perfektion. Der Geist ist das Wichtigste, denn es ist der Geist der in Harmonie mit dem Körper und den Techniken das Karate mit dem Do vereint.

Disziplin und Konzentration sind weitere Elemente des Geistes, sie sind aber auch Teile des Privatlebens, der Arbeit und des Alltages. Wir glauben, dass Karate-Do etwas mit Zen gemeinsam hat, das im Westen oft nicht praktiziert wird. Für unsere Mentalität und unsere Lebensart hat das Zen etwas Mystisches an sich, obwohl es manchmal eine grosse Hilfe in schwierigen Situationen sein könnte.

Diese Jahre der Erfahrung verständlich zusammenfassend glauben wir, dass es der Traum eines jeden Kartekas ist, durch Training das eigene Ich zu erreichen. Dies bedeutet, den eigenen Bemühungen eine Sinn zu geben, harmonisch mit sich selber und den anderen zu leben, die eigene Persönlichkeit zu erforschen, bescheiden zu sein und denjenigen zu helfen, die in Not sind.

Obwohl Karate-Do als Disziplin und Sport neutral bleiben sollte, wird es unglücklicherweise immer von politischen Aspekten und Umständen in einigen Ländern beeinflusst. Warum? Und für wie lange? Wird es in Zukunft ein wichtiges Thema sein?


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